Wird vom Schuss gesprochen, wird ein Tabu gebrochen

Wird vom Schuss gesprochen, wird ein Tabu gebrochen

„Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können“, sagte Petry der Zeitung Mannheimer Morgen. Notfalls müssten Polizisten an der Grenze „auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz“, sagte Petry.”

So schreibt die Zeit und zitiert eine Frau, die etwas ausspricht, was die Konsequenz der wirtschaftsorientierten Politik Europas sein könnte. Es erschreckt mich, diese Partei und diese Frau als Aufhänger meines Textes zu nehmen. Aber genau diese Auseinandersetzung mit meinem demokratischen Grundverständnis und der gegenteiligen Entwicklung in Deutschland und auch Europa gilt es auf den Grund zu gehen.

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Offenes Schreiben an Frau Kraft zu ihrem AfD-Boykott

Offenes Schreiben an Frau Kraft zu ihrem AfD-Boykott

Sehr geehrte Frau Kraft,

der Tagespresse konnte ich entnehmen, dass Sie Talkrunden mit der AfD boykottieren. Aus dem Artikel geht ebenfalls hervor, dass auch Frau Malu Dreyer (Ministerpräsidentin Rheinland Pfalz) ein ähnliches Verhalten zeigt.

Mich erstaunt im Grunde nicht, dass die SPD sich nicht mehr auseinandersetzen mag. Das ist durchaus auch in Gelsenkirchen der Fall. Hier werden Anfragen einfach nicht beantwortet. Dass sich jedoch dieses Schweigen durch die ganze Partei zieht, lässt mich als Bürgerin doch ein wenig aufhorchen. Eine Partei, die sich als demokratisch sieht, verweigert demokratische Prozesse? Ist die Auseinandersetzung nicht mit eine Grundvoraussetzung für den Austausch seiner Interessen und auch eine Möglichkeit, seine Positionen klar zu vertreten?

Ihr Boykott lässt mich zum einen ahnen, dass Sie keine Argumente gegen die AfD zu haben scheinen, sonst bräuchten sie eine Auseinandersetzung nicht zu fürchten. Oder was treibt sie zu dieser Entscheidung? Trotz? Stolz?

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Emotionale Intelligenz oder – Die Enttabuisierung der Psyche

Waage

„Der ist doch psychisch krank!“ – „Der ist doch ein Psychopath!“ Wenn es um eine Diagnosestellung geht, ist das Individuum schnell bereit dies auch zu tun. Zumeist wird eine Diagnose dieser Art gerne gestellt, um von sich und seinen emotionalen Unzulänglichkeiten abzulenken. Es wird jemand erniedrigt, um sich auf diese Art auf ein Podest zu heben. Gerne wird Psyche auch alleinig mit Intellekt verglichen. Spricht man Menschen an, ob sie sich denn schon mal in eine Psychotherapie begeben haben, wird gerne gesagt: „Ich bin doch nicht blöd?!“

Diese Negativ-Wertung der menschlichen Psyche muss endlich aufhören! Es wird Zeit, im 21. Jahrhundert, in dem die Humanmedizin beinahe alles transplantieren und mit dem Körper wahre Wunder weg-, an- und um operieren kann, auch mal über die Psyche zu sprechen. Zum menschlichen Sein ist sie genauso wichtig, wie der Rest des Körpers.

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Nur nicht aufgeben

Nur nicht aufgeben

Ich habe mich entschieden weiterzuschreiben. Seit Oktober 2015 ist in meinem Blog Welt-Bewegen nichts mehr passiert. Zu sehr haben mich die Ereignisse überrollt, so dass ich nur entsetzt zugesehen habe.

So meine ich nicht alleine die rasante gesellschaftliche Entwicklung zum Thema Flüchtlinge. Das Jahr 2015 hat mir auch gezeigt, dass es kaum möglich ist, als Bürgerin in der Kommune informiert zu werden. Aber muss das so bleiben? Ich meine nicht. Vielleicht müssen wir erst einmal lernen, wie demokratische Instrumente zu nutzen sind. Die vorhandenen Instrumente reichen kaum, um von der Stadtverwaltung / -Politik ausreichend informiert zu werden. Die Lokalpresse schaut nicht dorthin, wo Fragen gestellt werden müssen, sucht kaum Antworten. Mir scheint, als würde in der Kommune ein Schleier des Schweigens gelegt. Das ist mir zu wenig. Nun musste ich erfahren, dass einem Bürger aus Gelsenkirchen Gebühren für Anfragen nach dem Informations-Freiheits-Gesetz (IFG) in Rechnung gestellt wurden. Das ist nach der Gemeindeordnung in NRW durchaus berechtigt, aber kein unbedingtes Muss. Wenn öffentlich keine Fragen gestellt, oder Informationen herausgegeben werden, welche wirklich thematisch die BürgerInnen beschäftigen, dann besteht kaum eine andere Möglichkeit, als das IFG in Anspruch zu nehmen. Dass die Kosten tatsächlich an den Bürger weitergegeben werden, und das in einer Stadt, in der beinahe jeder seinen Cent zweimal umdrehen muss, ist schon ein Hohn.

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