Mein Balkongarten im Januar 2017

Das aktuelle Motto für diesen Monat lautet: Hochbeet. Ich habe mir ein wenig Gedanken gemacht, wie ich meine Gartenarchitektur für die kommende Saison optimieren kann. Ein Balkon ist ja nicht besonders groß, aber mit ein wenig Geschick kann man versuchen, eine ordentliche Ernte zu erzielen.

Während ich das hier schreibe, ist mein Hochbeet gerade „in Zustellung“ und ich bin ganz aufgeregt. Aber ein Hochbeet zu erhalten ist nicht mal so ganz einfach.

So habe ich im Internet nach einem Modell gesucht, welches ich als optimal für mein Vorhaben erachte. Letztendlich habe ich mich für ein schönes Hochbeet bei Hornbach entschieden. Es sollte 239,– Euro kosten. Nicht ganz billig, aber das wäre es mir wert gewesen. Ich mag nicht so gerne im Internet bestellen, zumal der Transport 69,– Euro kosten sollte. Also da wäre mein Budget definitiv überschritten gewesen. Im Internet stand: „Bestellbar bei Hornbach Gelsenkirchen“. Mein Liebelein und ich fuhren zum Baumarkt, um zu erfragen, ob wir über sie das Beet bestellen und dann später auch abholen können.

Wie das Klischee es so hergibt, warteten wir an der Information. Der zuständige Mitarbeiter sah uns zwar, huschte aber von a nach b und tat sehr geschäftig. Wir warteten geduldig. Als eine junge Dame sich unser annahm, nahm das Gespräch einen guten Verlauf. Sie war freundlich, engagiert und schien kompetent. Ich schilderte ihr meinen Wunsch, teilte die Artikelnummer mit und meinte, dass 69,– Euro für den Transport einfach zu viel sind. Sie verstand das, schaute in den Computer und bat folgende Lösung an:

Man könne einen Hausauftrag eröffnen. Damit würde das Beet in den Baumarkt geliefert und wir können es ohne Transportkosten abholen. Die Lieferzeit würde jedoch 6-8 Wochen betragen. Das wäre für mich in Ordnung gewesen. Die Alternative sei, sie bestellen es im Internet, lassen es dort anliefern und ich hole es ab für 35 Euro Transportkosten. Somit hätte ich es bereits recht zeitnah. Ich entschied mich für die erste Variation. Wir haben Januar, ich ziehe die Pflanzen vor, sie kommen eh nicht vor Ende März/ Anfang April nach draußen.

Die junge Dame nahm meine Daten auf und als sie den Artikel einfügen wollte, funktionierte was nicht. Sie rief ihren Kollegen mit dem kurzen Hinweis, dass sie SEINE Kunden gerade übernommen habe (was ich sehr sympathisch fand) und bat ihn um Hilfe. Aber besonders kompetent und hilfsbereit schien er nicht. Sie telefonierte mit einem weiteren Kollegen und teilte mir mit:

Es gäbe technische Probleme mit der Koordination zwischen Internetbestellung und Hausauftrag. Aber sie können mir die Variante weiterhin anbieten, dass ich die 35,– Euro Transportkosten zahle. Da lehnte ich dann dankend ab. Bei einem Bestellwert des Hochbeetes von 239,– Euro kann man auch mal von Transportkosten absehen. Sowas ist in jedem Möbelhaus verhandelbar. Bei Hornbach wohl nicht. Zudem sah ich nicht ein, wegen technischer Probleme im Haus das Geld zu bezahlen. Die Verkäuferin schaute auch ganz betroffen, aber helfen konnte sie jetzt auch nicht. Sie hatte Verständnis dafür, dass ich vom Kaufvertrag abstand nahm und ich ging recht enttäuscht nach Hause.

Da hat sich Hornbach wegen technischer Probleme einen Auftrag von 239,– Euro durch die Lappen gehen lassen. Das muss man erst mal verinnerlichen. Will man was verkaufen oder nicht? Wie dem auch sei, meine Suche im Internet begann von vorne. Ich bookmarkte, suchte, schaute, maß auf dem Balkon die Fläche. Passt es oder passt es nicht? Oder bestelle ich mir zwei kleiner Beete? Es soll ja hübsch aussehen und da muss es auch passen.

Und dann klickte ich auf ein Bild. Mein Bauchgefühl hüpfte. DAS soll es sein. Es gab gar kein Überlegen mehr. Meine Hand auf der Maus war schneller als mein Kopf. Und schon hatte ich es bestellt. Und das ist viel günstiger. Die Transportkosten belaufen sich im Übrigen bei 5,95 Euro. Geht doch! Und das Beet ist nicht so teuer wie das zuerst ausgesuchte.

Und wenn man schon mal dabei ist, wird auch gleich das Saatgut bestellt. Ich würde mich in diesem Jahr, abgesehen von meinen Kräutern, auf Wurzelgemüse konzentrieren. Also habe ich Saatgut von Möhren, Lauch, Pastinaken, etc. bestellt. Einiges habe ich ja noch zu Hause. Auch dieses Päckchen kommt heute. Leider kann ich so ein gutes Saatgut, samenfest, monsantofrei und Bio, kaum in meiner Stadt kaufen. Ich mag kaum im Internet bestellen, aber man wird doch meist dazu gezwungen. Das finde ich sehr schade. Aber nun gut. Dafür geht die Gartensaison jetzt bald los.

DPD sagt mir, noch 45 Minuten. Dann ist mein Hochbeet da!

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Ein Kommentar zu “Mein Balkongarten im Januar 2017

  1. Hochbeete sind eine feine Sache. Ich habe mir letzten Herbst auch eines gekauft. Nach dem Zusammenbau haben wir es im Garten platziert, und seitdem bin ich dabei es zu befüllen. Im Frühjahr kommt dann noch Erde dazu, und dann können die ersten Pflanzen einziehen.

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