Auszahlung ALG-II im Supermarkt und DIE LINKE

Auszahlung ALG-II im Supermarkt und DIE LINKE

Als die Meldung durch die Presse ging, dass das ALG II für Menschen ohne eigenes Giro-Konto an Supermarktkassen ausgezahlt werden kann, waren die Reaktionen recht lebendig. Wie immer, wenn es um Langzeitarbeitslose geht, ist zu erkennen, wie gespalten die Gesellschaft bereits ist.

Mein erster Gedanke war, dass dieses Vorgehen nicht nur gegen Datenschutzbestimmungen verstößt, sondern auch Leistungsbezieher in der Öffentlichkeit vorführt. Der Gedanke manch anderer im Netz bezog sich auf den Vorwurf, dass diese Menschen gar kein Konto besitzen. Also macht der Spalter dieser Gesellschaft aus einer Freiwilligkeit eine Pflicht. Es mag ganz unterschiedliche und auch individuelle Gründe geben, wieso sich ein Mensch gegen ein Konto entscheidet.

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Wenn Männer über Sexualität reden

Wenn Männer über Sexualität reden

muss nicht immer was Gescheites dabei rauskommen. Nein, ich werde nicht verallgemeinern. Was aber in den Köpfen der Menschen los ist merkt man erst, wenn man sich mit ihnen unterhält. Während wir von Sexismus reden, müssen Beispiele auch veranschaulicht werden. Denn zu viel ist Normalität geworden, dass man das Gefühl von Grenzüberschreitung schon längst verloren hat.

Ein krasses Beispiel gab folgende Unterhaltung.

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Wenn Vorurteile widerlegt werden

Wenn Vorurteile widerlegt werden

Ich kann noch so sehr über Aufklärung und Vernunft bloggen und nach Lösungen suchen, dennoch bin ich kein Übermensch. Zu mächtig erscheint die mediale Propaganda des Angstschürens zu sein. Das lässt auch mich nicht unberührt. Zwar versuche ich dagegen zu halten und mich stets zu fragen, ob an den entsprechenden Berichten nicht doch ein Funke Wahrheit ist. Aber was nützt es, wenn wir uns gegeneinander ausspielen lassen.

Heute konnte ich mich meinen eigenen Vorurteilen stellen.

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Sozialer Arbeitsmarkt und seine sogenannten Experten

Sozialer Arbeitsmarkt und seine sogenannten Experten

Ein Experte kann jeder sein. Beschäftigt man sich ausgiebig mit einem Thema, ist man bereits ein Experte. Hat man studiert und ist gar Professor, so gibt es keinen Zweifel daran, ob der Experte wirklich ein Experte ist.

Wagen wir mal eine „Expertise“:

Ausschlaggebend ist der WAZ-Bericht „Arbeitsmarkt-Experte fordert Umdenken: Jobcenter gescheitert“.

Die Überschrift liest sich gut. Jedoch entwickelt sich der Text frei nach dem Motto: „Der Feind meines Feindes ist nicht gleichzeitig mein Freund“. Denn die angebrachte Kritik an die Jobcenter geht teilweise auch an der Realität vorbei. Dieser Aufhänger scheint nur den Nutzen zu haben, das Bewusstsein der Leser auf den weiteren neoliberalen Kontext der Arbeitswelt zu halten.

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