Bedingungslos arbeiten ohne Mitgefühl

Bedingungslos arbeiten ohne Mitgefühl

Gelegentlich findet man mich bei Veranstaltungen, an denen ich dann auch mit Informationen zum Bedingungslosen Grundeinkommen teilnehme. Dabei erlebt man im Grunde mittlerweile fast ausschließlich positive Gespräche. Seit ich im Jahr 2006 von diesem Thema überzeugt wurde, ist es für mich eine Herzensaufgabe geworden, das Bedingungslose Grundeinkommen gesellschaftsfähig mitzugestalten. Es braucht Gespräche, Ideen und eben auch Menschen, die sich für das Thema interessieren.

Es kommt jedoch auch vor, dass man Gespräche erlebt, bei denen einem manchmal wirklich die Worte fehlen. Schnell erkennt man, dass dem Gegenüber etwas fehlt: Empathie.

So begab es sich bei einer meiner Aktionen für das BGE, dass ein Pärchen die ausgelegten Info-Hefte vom Netzwerk Grundeinkommen sah. Nachdem wieder einige Menschen sich positiv zu dem Thema äußerten, kam diese EINE Begegnung. Kennt Ihr das? Es gibt immer „diesen einen“, der alles irgendwie schlecht oder kaputt macht.

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Die unterschiedlichen Sichtweisen von Selbstbestimmung der Frau Dr. Giffey (SPD)

Die unterschiedlichen Sichtweisen von Selbstbestimmung der Frau Dr. Giffey (SPD)

Wenn ich Politiker nicht verstehe, schreibe ich sie an. Denn nur über eine direkte Kommunikation kann man Missverständnisse lösen. Ich gebe zu, bei Politikern erweist sich das tatsächlich als sehr schwierig, so dass sich zumeist neue Fragen eröffnen.

Derzeit wird das Transsexuellen Gesetz durch Frau Annegret Kramp-Karrenbauers Karnevals Fehltritt wieder in die mediale Präsenz gerückt. So passt die Veröffentlichung der Antwort auf meine Anfrage an Familienministerin Frau Dr. Giffey (SPD) zeitlich doch ganz gut. Denn im Juni 2018 forderte sie die Ersetzung des Transsexuellen Gesetzes durch ein modernes Gesetz für Akzeptanz. Sie erwähnte das Wort „Selbstbestimmung“, welches ich als Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens als einen Grundsatz in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung erachte.

Nicht so ganz ihrer Aussage trauend, fragte ich also noch mal nach:

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Frau Kramp-Karrenbauer, Sanktionen und die Kassiererin bei Aldi

Frau Kramp-Karrenbauer, Sanktionen und die Kassiererin bei Aldi

Frau Kramp-Karrenbauer schleicht durch sämtliche Medien und hinterlässt Spuren, die doch noch mal ausdrückliches Nachfragen erfordern. Einem WAZ-Bericht zufolge bestätigt sie, Sanktionen im SGB zu befürworten und instrumentalisiert das Bild der Kassiererin, die bei Aldi arbeitet. Wieso sie die Kassiererin bei Penny, Kaufland, Lidl, etc. ausschließt, ist mir nicht klar. Das hätte ich vielleicht auch noch fragen sollen. Zu spät, denn folgende Fragen gingen an Frau Annegret Kramp-Karrenbauer:

„Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer,

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Ausspielen von Menschen – hier: Flüchtlinge vs. Europäer

Ausspielen von Menschen – hier: Flüchtlinge vs. Europäer

Besonders in der letzten Zeit wird medial wieder gegeneinander ausgespielt. Mal sind es Rentner, die in zu großen Wohnungen wohnen und keinen Platz machen, aber die verfehlte Politik im Sozialbau wird außen vorgelassen. Dann sind es die Dieselfaher, die gegen Raucher und Fleischesser ausgespielt werden, anstatt man Lösungsansätze formuliert, die uns allen nützlich sind.

In diesem Fall geht es um eine Zeichnung aus der TAZ.

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Erwerbsarbeit schließt Menschlichkeit aus

Erwerbsarbeit schließt Menschlichkeit aus

So grundsätzlich kann man das natürlich nicht sehen. Aber kürzlich kam mir dieser Gedanke, als ich an einer Veranstaltung teilnahm.

Bei dieser Veranstaltung wurden Vereine und Gewerbetreibende meines Wohnortes vorgestellt bzw. konnten sich mit einem Stand präsentieren.

Ein Programmpunkt lautete „Menschen helfen Menschen“. Es stellten sich Menschen vom ambulanten Hospizdienst, der Telefonseelsorge und der Notfallseelsorge vor. Dies sind alles Bereiche, die Tabuthemen berühren. Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die für Betroffene einfach da sind und helfen

Bei der Vorstellung beharrten die Engagierten stets auf das Ehrenamt. Mag es sein, dass sie deutlich machen wollten, keine Geschäfte mit sozialen Diensten zu machen? Das scheint in der heutigen Zeit wohl notwendig. Oder wollten sie nur deutlich machen, dass sie gute Menschen sind und dafür kein Geld nehmen? Auch das ist legitim und nachvollziehbar.

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Nazis raus – und dann haben wir doch von nichts gewusst

Nazis raus – und dann haben wir doch von nichts gewusst

Wir schauen zurück in die Zeit des Nationalsozialimus‘ und verbinden damit oft den Spruch: „Wir haben davon nichts gewusst.“

Schauen wir in die Gegenwart, sollte uns schnell deutlich werden, wie überheblich wir sind. Denn wir scheinen uns nicht anders zu verhalten. Wie oft schauen wir weg oder schweigen, wenn erkennbar Rechtspopulismus laut wird?

Aktuell beschäftigt mich folgende Situation, die ich ein wenig näher veranschaulichen möchte.

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Anfrage an Sigmar Gabriel (spd): Was redet er da?

Anfrage an Sigmar Gabriel (spd): Was redet er da?

Kürzlich las ich auf der Facebookseite der Nachrichtensendung „heute“:

Ich glaube nicht, dass der Facharbeiter es als gerecht empfindet, dass jemand Sozialhilfe bekommt und nicht mit Sanktionen rechnen muss, wenn er Arbeit ablehnt.

(Sigmar Gabriel, 21.11.2018)

Diese Aussage warf bei mir einige Fragen auf, die ich Sigmar Gabriel gleich auf der Internetplattform „abgeordnetenwatch.de“ stellte.

Sehr geehrter Herr Gabriel,
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