Aus Protest keinen Protest wählen!

Aus Protest keinen Protest wählen!

In meinem letzten Artikel schrieb ich über die Zerrissenheit vor der Wahl. Ausschlaggebend war der Kandidatencheck vom WDR. Als Mensch, der sich seit Jahren für das bedingungslose Grundeinkommen stark macht, war es eigentlich eine Selbstverständlichkeit auch eine Partei zu wählen, die das BGE in den Bundestag bringen will. Nur sagten mir die Kandidaten im entsprechenden Check nicht das, was ich erwartet habe.

So gehört zur Umsetzung eines BGE zwingend ein bundesweiter Volksentscheid. Denn an diesem Modell soll jeder Bürger in unserem Land mitgestalten dürfen. Oft muss ich darüber schmunzeln, wenn man immer gefragt wird, was wir denn so wollen und wie hoch das BGE denn sein soll. Mit „Ihr“ kann ich nichts anfangen, da ich mit meinem Engagement die für mich logischen und menschlichen Positionen vertrete. Die stelle ich zwar zur Diskussion, aber in unserem Land wohnen über 82 Mio. Menschen, welche die Umsetzung unterschiedlich sehen. Auch die Höhe des BGEs steht nicht fest.

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Die Zerrissenheit vor der Wahl

Die Zerrissenheit vor der Wahl

Der Philosoph und Publizist Richard David Precht sagt in diesem Bericht von ttt, dass wir am Ende einer Epoche stehen. Und scheinbar merkt jeder das, außer der Politik. Hand aufs Herz, wer weiß denn, was er mit gutem Gewissen wählen kann? Hinter jedem Kandidaten und Partei, die im Parlament was zu sagen haben, steht eine Marketingagentur. Es ist nicht mehr authentisch, was uns politisch geboten wird.
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Wo kommst Du her?

Wo kommst Du her?

Es wird immer schwieriger, sich korrekt auszudrücken. Mensch mit Migrationshintergrund – ein laaaanger Text für einen Menschen, der augenscheinlich aus einem anderen Kulturkreis kommt. Oder nicht? Oder ist er in Deutschland geboren, schon in der x-ten Generation? Aber wir deklarieren Menschen nach Aussehen.

Das war eigentlich schon in der Schule so. Hat man nicht die hippsten Sachen, war man nicht im inneren Zirkel. Man war draußen. Menschen brauchen Schubladen zur Orientierung. Zunächst finde ich das gar nicht schlimm. Aber es wird schlimm, wenn Menschen auch klassifiziert werden.

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Die Fünf-Minuten-Pokemon-Attacke der Gesellschaft

Die Fünf-Minuten-Pokemon-Attacke der Gesellschaft

Ich nenne sie nur noch Pokemons, diese geleiteten Wesen, fremdbestimmt und egoistisch. Während sie noch nach Solchen suchen, sind sie schon selbst zu welchen mutiert. Oder waren sie es immer schon? Dieser Frage nachgehend, versuche ich herauszufinden, was das ursächliche Mensch-Sein überhaupt ist. Wo hört die Selbstbestimmung auf, ab wann wird er zu einem willenlosen und massenkonformen Wesen?

Das wurde mir heute wieder ein mal von der Gesellschaft präsentiert. Wohl bemerkt, ich nehme Eindrücke auf und versuche sie zu bewerten bzw. zu verstehen. Für mich wird eines immer klarer: Mit der Masse der Gesellschaft fühle ich mich nicht konform. Nennen wir es so: Ich bin ein schlecht integrierter Mitbürger und habe dazu noch die deutsche Staatsbürgerschaft. Wohin will man mich jetzt ausweisen?

Worum geht es überhaupt?

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Gemeinschaft oder alleine?

Gemeinschaft oder alleine?

Diese Frage stelle ich mir derzeit ganz oft. Im Grunde ging ich davon aus, dass der Mensch dazu gemacht wurde, in Gemeinschaft zu leben. Das Leben lebt sich leichter, wenn wir einander helfen, aufmerksam sind und im miteinander die Welt entwickeln.

Und dann erlebte ich Mobbing, Hass von Menschen, die Angst vor mir haben, weil ich nicht so denke, wie sie. Mobbing am Arbeitsplatz, weil die Menschen einfach ihre eigene Psyche und die eigenen Ängste nicht reflektieren und ich für sie unberechenbar bin. Dabei waren sie mir völlig egal. Aber sie hatten sich zum Ziel gesetzt, mich aus ihren Reihen entfernen zu wollen und hatten Erfolg und ich nun das Trauma.

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Nur nicht aufgeben

Nur nicht aufgeben

Ich habe mich entschieden weiterzuschreiben. Seit Oktober 2015 ist in meinem Blog Welt-Bewegen nichts mehr passiert. Zu sehr haben mich die Ereignisse überrollt, so dass ich nur entsetzt zugesehen habe.

So meine ich nicht alleine die rasante gesellschaftliche Entwicklung zum Thema Flüchtlinge. Das Jahr 2015 hat mir auch gezeigt, dass es kaum möglich ist, als Bürgerin in der Kommune informiert zu werden. Aber muss das so bleiben? Ich meine nicht. Vielleicht müssen wir erst einmal lernen, wie demokratische Instrumente zu nutzen sind. Die vorhandenen Instrumente reichen kaum, um von der Stadtverwaltung / -Politik ausreichend informiert zu werden. Die Lokalpresse schaut nicht dorthin, wo Fragen gestellt werden müssen, sucht kaum Antworten. Mir scheint, als würde in der Kommune ein Schleier des Schweigens gelegt. Das ist mir zu wenig. Nun musste ich erfahren, dass einem Bürger aus Gelsenkirchen Gebühren für Anfragen nach dem Informations-Freiheits-Gesetz (IFG) in Rechnung gestellt wurden. Das ist nach der Gemeindeordnung in NRW durchaus berechtigt, aber kein unbedingtes Muss. Wenn öffentlich keine Fragen gestellt, oder Informationen herausgegeben werden, welche wirklich thematisch die BürgerInnen beschäftigen, dann besteht kaum eine andere Möglichkeit, als das IFG in Anspruch zu nehmen. Dass die Kosten tatsächlich an den Bürger weitergegeben werden, und das in einer Stadt, in der beinahe jeder seinen Cent zweimal umdrehen muss, ist schon ein Hohn.

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