Die unterschiedlichen Sichtweisen von Selbstbestimmung der Frau Dr. Giffey (SPD)

Die unterschiedlichen Sichtweisen von Selbstbestimmung der Frau Dr. Giffey (SPD)

Wenn ich Politiker nicht verstehe, schreibe ich sie an. Denn nur über eine direkte Kommunikation kann man Missverständnisse lösen. Ich gebe zu, bei Politikern erweist sich das tatsächlich als sehr schwierig, so dass sich zumeist neue Fragen eröffnen.

Derzeit wird das Transsexuellen Gesetz durch Frau Annegret Kramp-Karrenbauers Karnevals Fehltritt wieder in die mediale Präsenz gerückt. So passt die Veröffentlichung der Antwort auf meine Anfrage an Familienministerin Frau Dr. Giffey (SPD) zeitlich doch ganz gut. Denn im Juni 2018 forderte sie die Ersetzung des Transsexuellen Gesetzes durch ein modernes Gesetz für Akzeptanz. Sie erwähnte das Wort „Selbstbestimmung“, welches ich als Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens als einen Grundsatz in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung erachte.

Nicht so ganz ihrer Aussage trauend, fragte ich also noch mal nach:

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Erwerbsarbeit schließt Menschlichkeit aus

Erwerbsarbeit schließt Menschlichkeit aus

So grundsätzlich kann man das natürlich nicht sehen. Aber kürzlich kam mir dieser Gedanke, als ich an einer Veranstaltung teilnahm.

Bei dieser Veranstaltung wurden Vereine und Gewerbetreibende meines Wohnortes vorgestellt bzw. konnten sich mit einem Stand präsentieren.

Ein Programmpunkt lautete „Menschen helfen Menschen“. Es stellten sich Menschen vom ambulanten Hospizdienst, der Telefonseelsorge und der Notfallseelsorge vor. Dies sind alles Bereiche, die Tabuthemen berühren. Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die für Betroffene einfach da sind und helfen

Bei der Vorstellung beharrten die Engagierten stets auf das Ehrenamt. Mag es sein, dass sie deutlich machen wollten, keine Geschäfte mit sozialen Diensten zu machen? Das scheint in der heutigen Zeit wohl notwendig. Oder wollten sie nur deutlich machen, dass sie gute Menschen sind und dafür kein Geld nehmen? Auch das ist legitim und nachvollziehbar.

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Aus Protest keinen Protest wählen!

Aus Protest keinen Protest wählen!

In meinem letzten Artikel schrieb ich über die Zerrissenheit vor der Wahl. Ausschlaggebend war der Kandidatencheck vom WDR. Als Mensch, der sich seit Jahren für das bedingungslose Grundeinkommen stark macht, war es eigentlich eine Selbstverständlichkeit auch eine Partei zu wählen, die das BGE in den Bundestag bringen will. Nur sagten mir die Kandidaten im entsprechenden Check nicht das, was ich erwartet habe.

So gehört zur Umsetzung eines BGE zwingend ein bundesweiter Volksentscheid. Denn an diesem Modell soll jeder Bürger in unserem Land mitgestalten dürfen. Oft muss ich darüber schmunzeln, wenn man immer gefragt wird, was wir denn so wollen und wie hoch das BGE denn sein soll. Mit „Ihr“ kann ich nichts anfangen, da ich mit meinem Engagement die für mich logischen und menschlichen Positionen vertrete. Die stelle ich zwar zur Diskussion, aber in unserem Land wohnen über 82 Mio. Menschen, welche die Umsetzung unterschiedlich sehen. Auch die Höhe des BGEs steht nicht fest.

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Die Zerrissenheit vor der Wahl

Die Zerrissenheit vor der Wahl

Der Philosoph und Publizist Richard David Precht sagt in diesem Bericht von ttt, dass wir am Ende einer Epoche stehen. Und scheinbar merkt jeder das, außer der Politik. Hand aufs Herz, wer weiß denn, was er mit gutem Gewissen wählen kann? Hinter jedem Kandidaten und Partei, die im Parlament was zu sagen haben, steht eine Marketingagentur. Es ist nicht mehr authentisch, was uns politisch geboten wird.
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Die Geschichte des Bedingungslosen Grundeinkommens

Die Geschichte des Bedingungslosen Grundeinkommens

Wer denkt, dass das Bedingungslose Grundeinkommen (im Folgenden BGE genannt) eine neue Idee ist, der irrt. Folgender Text wird vielleicht ein wenig zeigen können, wie in jedem Zeitgeist auch der Umgang mit Existenz, Armut und Macht gedacht wurde. Heute denken wir im Grunde nicht anders. Der Zeitgeist mit der Entwicklung der Industrialisierung und Technologie lässt es zu, sich besser vorstellen zu können, wie Mensch ohne Abhängigkeit und bedingungslos leben könnte. Die Arbeitsethik findet wieder neue Impulse. Was ist Faulheit, was ist Müßiggang und was ist überhaupt schlimm daran? Denn mittlerweile weiß man, dass in Ruhephasen der Geist überhaupt nicht ruht. Aber über das Thema der Arbeitsethik möchte ich mich mit einem gesonderten Bericht beschäftigen.

Auch ich war bei meinen Recherchen erstaunt, dass bereits Thomas More im 15. Jh. dieses Thema aufgriff. Thomas More (1478-1535) war ein englischer Staatsmann und humanistischer Autor. Er schrieb den Roman Utopia, der eine ideale Gesellschaft darstellen soll.

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Entwicklung des Bedingungslosen Grundeinkommens

Entwicklung des Bedingungslosen Grundeinkommens

Fünfhundert Jahre lang redet der Mensch über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Viele Ideen über Verteilungsgerechtigkeit, Existenzsicherung und Auswirkung auf das menschliche Miteinander wurden von Dichtern, Denkern, Philosophen utopiert.
Nun ist das Thema in der Gesellschaft angekommen. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren musste ich mit persönlichen Angriffen und Polemik rechnen, äußerte ich mich zum BGE. Das hat sich weitestgehend geändert. Das BGE ist am 24. September bundesweit wählbar und die Menschen reden, diskutieren und beschäftigen sich. Das ist gut.

Meine Freude darüber, dass ich nicht mehr über die Existenz des Themas BGE berichten muss, wird jedoch auch von einer Gedankenkorrektur begleitet. 52 Prozent der BürgerInnen scheinen für ein BGE zu sein. Wo kommt dieser Entwicklungsschub her? 

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Ein historischer Tag für das Bedingungslose Grundeinkommen

Ein historischer Tag für das Bedingungslose Grundeinkommen

Dieser fand kürzlich statt, als der Bundeswahlausschuss das BGE zur Bundestagswahl 2017 anerkannt hat. Das BGE ist nun auf Bundesebene wählbar!

Über Fünfhundert Jahre hat es gedauert, diesen Status zu erreichen. Schrittweise hat man sich vorgetastet. Susanne Wiest, jetzt im Vorstand vom BGE, hat vor wenigen Jahren die Petition 1422 im Bundestag eingereicht, in der es hieß, das Bedingungslose Grundeinkommen möge eingeführt werden. Es war zu erwarten, dass der Petitionsausschuss diese auch ablehnen wird. Aber es war nicht zu erwarten, dass dies über 5 Jahre dauern würde. Wichtige Zeit, die verloren ging.

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