Der WDR klärt Rechtspopulismus mit Rechtspopulismus auf

Der WDR klärt Rechtspopulismus mit Rechtspopulismus auf

Vor wenigen Wochen wurde Björn Höcke (ich nenne ihn gerne Bernd) bei der „Aktuellen Stunde“ im WDR in einem Video von Compact gezeigt. Es ging um folgende skandalöse Rede.

Nun ist uns bekannt, dass die AfD ungerne Medien zur Aufklärung ihrer Positionen in ihre Veranstaltung lassen. Also musste sich der WDR der rechtspopulistischen Quelle Compact bedienen. Jedoch anstatt darauf hinzuweisen, welcher Quelle sie sich bedienen mussten, blieb dies von den Moderatoren unkommentiert. Das war für mich ein Grund, beim WDR nachzufragen, ob sie Rechtspopulismus mit Rechtspopulismus aufklären wollen.

Dazu antwortete mir der WDR:

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Welche Landsleute meint der WDR?

Welche Landsleute meint der WDR?

Unter dem Titel „Landsleute unerwünscht“ veröffentlichte ich kürzlich meine Anfrage beim WDR „Aktuelle Stunde“ zu folgendem Zitat bzgl. der Kontrolle in der Kölner Sivlesternacht 2017.

Frau Wieseler wusste zu berichten:

„Zum einen ist es ja eine Frage des Anstands, nicht wieder genau da hinzugehen, wo Landsleute letztes Jahr hemmungslos, geraubt und gegrapscht haben. Oder eben eine Provokation, wenn man es dann doch macht.“

Meine Empörung über eine derartige Berichterstattung kann unter diesem Link nachgelesen werden.

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Rechtspopulismus mit Rechtspopulismus aufklären?

Rechtspopulismus mit Rechtspopulismus aufklären?

Es ist nicht so, dass ich danach suche. Es passiert. Jeden Tag. Die Berichterstattungen liefern täglich Material, das nicht gerade zur Aufklärung beiträgt. Und wenn ich dann höre, wie Journalisten öffentlich machen, dass sie gerne wissen würden, wieso sie so in die Kritik geraten, dann stelle ich langsam fest: Sie wollen es nicht wirklich wissen.

Dass ich schon wieder die „Aktuelle Stunde“ im WDR anschreibe, macht mich langsam wirklich sehr unruhig. Aber in diesem Fall steht der WDR nicht alleine da. Auch das Sendeformat „heute“ habe ich wegen meiner Fragen angeschrieben. Während diese beiden Sendeformate (vielleicht waren es auch mehr, ich habe sie nur nicht gesehen) über Björn Höcke berichteten, wurde ein Video von Compact genutzt, um die Aussagen von Höcke darzustellen.

Compact gilt als ein rechtspopulistisches Magazin, welches eine Nähe zur AfD und Pegida-Bewegung hat. Hier meine Fragen:
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Landsleute unerwünscht!

Landsleute unerwünscht!

Die Qualität der Berichterstattung hat in vielen Bereichen abgenommen. Zu oft wird suggestiv berichtet. Es wird für mich immer schwieriger, der lokalen Berichterstattung zu folgen beziehungsweise deren Intention nachzuvollziehen. Wir wissen nun alle, was postfaktisch bedeutet. Es wird mehr auf der emotionalen, denn auf der rationalen Ebene berichtet.

Leider passiert dies auch den LeiDmedien viel zu oft. Ich kann und mag diese Form nicht mehr tolerieren und bitte den WDR mit folgendem Schreiben um mehr Sensibilität im Umgang mit ihrer Rhetorik.

Sehr geehrte Damen und Herren der WDR-Redaktion „Aktuelle Stunde“,

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„Könnte es da knallen?“ – Antwort vom WDR

„Könnte es da knallen?“ – Antwort vom WDR

„Was passiert da am Sonntag in Köln? Passiert da was? Könnte es da knallen?“ – Mit diesen Worten begann Susanne Wieseler von der Aktuellen Stunde die Berichterstattung einer Demonstration im Juli in Köln.

Erwartet wurden mehrere Tausend Erdogan-Unterstützer. Die Berichterstattung der Aktuellen Stunde stößt schon oft an Grenzen. Kaum ist zum Beispiel Anne Gashuysen als Schwangerschaftsvertretung in der Sendung, berichtet sie auch gleich von einer INSM-Studie. Ihre Lobbyverquickungen mit der INSM und Ihrem Mann Frank Plasberg können hier nachgelesen werden: „Wie wird das Bild von Arbeitslosen negativ beeinlfusst?“ Ebenfalls „argumentieren“ die Moderatoren sehr gerne mit Studien der Bertelsmannstiftung. Diese Stiftung gehört zu den einflussreichsten neoliberalen Denkfabriken im Land.

Viel zu viel Lobby, reißerische Aufmachung von sensiblen Themen, so präsentiert sich die Aktuelle Stunde im WDR. Nun wurde es mir zu bunt und ich schrieb die Redaktion und Frau Wieseler an. Die Antwort vom WDR kann man eher in die Kategorie „ganz nett“ schieben. Eine Einsicht in diese Art von Sprache bei sensiblen Themen scheint nicht vorzuliegen. Die Antwort möchte ich Euch jedoch nicht vorenthalten:

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„Könnte es da knallen?“

„Könnte es da knallen?“

Öffentliches Schreiben

Sehr geehrte Frau Wieseler,
sehr geehrtes Team der „Aktuellen Stunde“,

in der Sendung der Aktuellen Stunde vom 29. Juli 2016 berichten Sie über die bevorstehenden Erdogan-Demos im Köln am kommenden Sonntag. Ihre Sendung beginnt mit den Worten: „Was passiert da am Sonntag in Köln? Passiert da was? Könnte es da knallen?“

Ist diese Einleitung wirklich Ihr Ernst? Verfolgen Sie mit Fragen dieser „Qualität“ einen investigativen Journalismus? In Verbindung mit der Information, dass es am Sonntag eine Sonderausgabe zu den Demos gibt, bleibt der Eindruck zurück, der WDR warte nur darauf, dass etwas passieren würde.

Wäre es nicht klüger, in einer Zeit der Veränderung in Europa, nicht reißerisch, sondern besonnen und sensibler zu berichten? Wieso gehen Sie nicht den Fragen nach, wieso Erdogan-Anhänger das Bedürfnis haben, einem Mann zu folgen, der genau gegen demokratische Errungenschaften, wie die Meinungsfreiheit, vorgeht? Ist es nicht auch in Ihrem öffentlich rechtlichen Interesse, Bewegungen auf den Grund zu gehen, die sich gegen Ihre öffentliche Arbeit richtet? Stattdessen scheint Ihre Berichterstattung darauf ausgerichtet, nach Sensation zu gieren und mit einer Sondersendung noch näher an….ja an was denn…Blut, Tote, Gewalt….dran zu sein.

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